Aserbaidschan

Aserbaidschan liegt im Südkaukasus und grenzt an Russland, Georgien, Armenien und den Iran. In der umstrittenen Autonomen Republik Naxçivan, die eine Exklave innerhalb Armeniens darstellt, besitzt Aserbaidschan eine elf Kilometer lange Grenze mit der Türkei. Zum Staatsgebiet gehören auch die Inseln Pirallahi und Tschilow auf dem Kaspischen Meer. Die Halbinsel Abscheron besitzt Ölfelder.

Fläche: 86.600 km2, davon gehören 5.500 km2 zu Naxçivan

Einwohnerzahl: 7.868.385 (Stand Juli 2004), 83% Aserbaidschaner (Aseri). 17% Russen, Kurden, Ukrainer, Talyschen, Juden, Awaren, Mescheten, Tataren, Armenier, Georgier, und Lesginer. Infolge des bewaffneten Konflikts mit Armenien leben ca.700.000 Aseri als Flüchtlinge in Aserbaidshan.

Hauptstadt: Baku, 1.116.513 Einwohner;

Wirtschaft: Der wichtigste Wirtschaftszweig des Landes ist die Erdölindustrie. Im persischen Reich dienten die Fundstätten von Öl und Gas in Abscheron nicht nur der Bereicherung des kaiserlichen Schatzamtes, sondern erlangten auch eine Bedeutung als Kultstätten der zoroastrischen Religion.
Die Ölfelder Abscherons wurden nach der Islamisierung Aserbaidschans als Quelle der Wohlfahrt berühmt und zum Eigentum religiöser Stiftungen erklärt.
Der industrielle Abbau von Öl und Gas seit 1870 trieb die Versteigerung des Staatslandes auf der Halbinsel Abscheron voran mit dem Ziel, private Investitionen für den Abbau der wirtschaftlich attraktiven Ressourcen der Region zu gewinnen. Der darauf folgende wirtschaftliche Aufschwung schuf die Grundlage für die Eigenversorgung der russischen Wirtschaft mit Produkten der petrochemischen Industrie wie Kerosin, Masut und Schmierstoffe. 1898 wurden die Bakuer Ölfelder zum weltgrößten Erdölfördergebiet, welches auch den westeuropäischen Markt versorgte und sich mit amerikanischen Exporteuren einen harten Konkurrenzkampf lieferte.
Nach der Sowjetisierung 1920 und der Verstaatlichung aller aserbaidschanischen Produktionsstätten erfolgten neue Investitionen in die petrochemische Industrie Aserbaidschans. 1941 lieferte Aserbaidschan immerhin 175 Millionen Barrel Erdöl, was einem Anteil von 75% in der gesamtsowjetischen Produktion entsprach.