Republik Adygeja
innerhalb der Russischen Föderation, Gebiet Krasnodar

Die in Adygeja lebenden Tscherkessen sind Nachkommen der tscherkessischen Stämme Bjjedughen, Temirgojer, Schapsughen, Natkhuajer, Abadzechen und Beslenejer, die während der Zwangsumsiedlung im Jahre 1864 hier verblieben sind.
In den letzten Jahren haben sich rund 50.000 Flüchtlinge aus anderen Teilen des Kaukasus und Russlands in Adygeja niedergelassen.
Russische Bestrebungen, die Republik Adygeja aufzulösen, führten 2005 zu politischen Unruhen.

Fläche: 7600 km2

Einwohnerzahl: 480.000; davon sind 22% Adygejer (Tscherkessen), 68% Russen, 10 % andere Ethnien;

Hauptstadt: Maikop, 170.000 Einwohner, mehrheitlich Russen

Wirtschaft: Die natürlichen Gegebenheiten des Landes begünstigen die landwirtschaftliche Produktion. Auf den fruchtbaren Schwarzerdeböden werden vor allem Weizen, Sonnenblumen, Zuckerrüben und Mais, ebenso Gemüse und Kartoffeln angebaut. In den Dörfern findet man Obstgärten, Walnuss- und Kastanienbäume sowie Erdbeerplantagen. In kleineren Mengen werden Erdgas und Erdöl, Gold und weitere Edelmetalle gefördert. Zudem gibt es Waldwirtschaft. Im Industriebezirk Maikop sind Holzverarbeitung, Maschinenbau, Chemie, Zementindustrie sowie Betriebe für die Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte wie Konservenfabriken, Weinkellereien, Milchverarbeitungswerke und Tabakfabriken angesiedelt.
Die Republik wird im Norden von einer Eisenbahnlinie durchquert, die sie mit den Regionen Krasnodar und Stawropol verbindet und nach Tuapse an der Küste des Schwarzen Meeres führt. Von ihr zweigt eine Stichbahn nach Maikop und weiter ins Landesinnere ab. Der Tourismus könnte für den wirtschaftlichen Aufschwung der Republik von Bedeutung sein: Vor allem die Heilquellen lockten bislang schon über 100.000 Besucher pro Jahr an. Auch die Schönheit der Landschaft mit ihren Bergwiesen, Steppen und Urwäldern sowie das milde Klima in den Bergen gehören zu den Attraktionen Adygejas, das von seinen gastfreundlichen Bewohnern die "kleine Schweiz" genannt wird.